Pfarrgemeinderat unterstützt Missionsarbeit

Spende an Pater Gerhard Lagleder übergeben

Luhe. Benediktinermissionar Pater Gerhard Lagleder lebt seit über 30 Jahren im Zululand in Südafrika. Er hat dort die „Bruderschaft des seligen Gerhard“ gegründet und in Mandeni, etwa 80 Kilometer nördlich der Großstadt Durban, ein Care-Center aufgebaut, unter dessen Dach sich u.a. ein Kinderheim und das größte stationäre Hospiz Südafrikas mit 40 Betten befindet. Der Pfarrgemeinderat unterstützt seit vielen Jahren die Arbeit von Pater Gerhard, der ein Studienfreund von Pfarrer Arnold Pirner ist und aus der Diözese Regensburg stammt.

So kam der Missionar im Rahmen einer „Bettelreise“ auch gerne mal wieder nach Luhe, um ein herzliches Vergelt’s Gott für alle Spenden aus der Pfarrei zu sagen und über seine Arbeit und die vielfältigen Hilfsprojekte für die Armen und Kranken im Zululand zu berichten.

PGR-Sprecherin Ulrike Duschner überreichte Pater Gerhard 500,-- Euro, die beim Fasten-essen 2019 erwirtschaftet wurden. Der engagierte Missionar durfte sich außerdem über eine Privatspende freuen, die ihm Pfarrer Arnold Pirner im Namen einer anonymen Spenderin übergab, die an ihrem 70. Geburtstag anstelle von Geschenken Spenden gesammelt hatte.

Alle Anwesenden konnten sich bei einer beeindruckenden Präsentation davon überzeugen, dass die Spenden im Zululand dringend gebraucht werden und dort viel Gutes bewirken.

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Die Ehe ist wie ein Teppich

15 Paare feiern Ehejubiläum

Oberwildenau/Luhe/Neudorf. Eine große Sonnenblume vor dem Altar mit der Inschrift „Dank sei Gott“ verkündete das Motto, unter dem am vergangenen Samstag die Ehejubiläumsfeier in der Expositurkirche St. Michael stattfand. Die 15 Jubelpaare der Seelsorgegemeinschaft zogen mit Pfarrer Arnold Pirner in die von Annemarie Baumann festliche geschmückte Kirche ein. Der Kirchenchor St. Michael unter der Leitung von Larissa Burkhardt und Willibald Wirth an der Violine umrahmten den Gottesdienst eindrucksvoll mit festlicher Musik.

„Im Vertrauen darauf, dass Gott Sie begleitet, haben Sie einst Ihren gemeinsamen Lebensweg miteinander begonnen. Im Glauben, dass Ihre Liebe stärker ist als alle Probleme und Schwierigkeiten, sind Sie diesen Weg bisher gegangen. Der Dank für das Vergangene und die Hoffnung, dass alles, was Sie miteinander gesät haben, auch Früchte trägt, führt uns heute zusammen“ – mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Arnold Pirner die Jubelpaare.

In der Predigt verglich der Geistliche die Ehe mit einem Teppich, den die Ehepartner mitein-ander weben. Er hatte dazu ein schönes Exemplar mitgebracht, das seine Eltern vor vielen Jahren gemeinsam geknüpft und ihm geschenkt hatten. „Wenn man einen Teppich knüpfen will, braucht man eine Vorlage und natürlich Wolle. Das „Muster“ und die „Wolle“ ihres gemeinsamen Lebens hat einer vorgegeben, nämlich Gott. Er hat das Leben, das Vertrauen-Können, die Gesundheit und vor allem die Quellen der Liebe geschenkt, und Gott war es auch, der all die Jahre an Ihrem Ehe-Teppich mitgeknüpft hat; dieser ist noch nicht fertig. Es bleibt weiterhin spannend. Aber Gott kennt das Muster und er gibt die Wolle, hoffentlich noch viele Jahre“, so Pfarrer Pirner. Nach der Predigt reichten sich die Jubelpaare wie einst bei der kirchlichen Trauung die Hände, um die der Geistliche die Stola mit dem Christuszeichen wickelte und die Paare einzeln segnete. Die Fürbitten sprachen aus dem Kreis der Jubilare Johannes Käs und Georg Schlosser. Nach der Kommunion beteten die Jubelpaare ein gemeinsames Dankgebet. Am Ende des Gottesdienstes gratulierten im Namen der Pfarrgemeinderäte Albert Baumann (Oberwildenau) und Maria Lehnert (Luhe) mit einer roten Rose.

Nach dem Gruppenfoto in der Expositurkirche folgte die weltliche Feier im herbstlich dekorierten Pfarrheim. PGR-Sprecher Albert Baumann hieß die Ehejubilare mit einem Gedicht willkommen und wünschte einen unterhaltsamen Abend. Der PGR Oberwildenau bewirtete die Gäste mit Sekt, Getränken und Häppchen an einem üppigen Büffet. Rita Gleißner erklärte humorvoll die Bedeutung der verschiedenen Hochzeitstage, von denen die bekanntesten die Silber-, Gold- und Diamanthochzeit sind. Deren Ursprung, so erfuhren die Jubelpaare, liege bereits in der Antike zur Zeit der Römer und der alten Griechen. Schon damals sei es üblich gewesen, dass die Ehemänner ihrer Angetrauten zum 25. Hochzeitsjubiläum einen silbernen Kranz überreichten. Nach 50 gemeinsam verbrachten Jahren krönten sie die Ehegattin gar mit einem goldenen Kranz. Die Namen, Bedeutungen und Bräuche der übrigen Hochzeitstage seien erst viel später entstanden. Unter den Jubilaren feierten Stefanie und Dominik Lindner die Rosenhochzeit (10 Jahre). Für 25 gemeinsame Jahre dankten die Silberhochzeitspaare Christina und Johannes Käs sowie Sonja und Georg Schlosser. Die Perlenhochzeit mit 30 Jahren feierten Ruth und Johann Geiler sowie Marga und Georg Nickl. Nach 40 Ehejahren feierten Elisabeth und Herbert Lorenz die Rubinhochzeit, sowie Maria und Josef Heindl mit 45 Jahren die Messinghochzeit. Auf 50 gemeinsame Jahre konnten gleich 5 Paare zurückblicken, die im Jahr 2019 ihre Goldene Hochzeit feiern: Anna und Anton Herreiner, Angelina und Alfred Irlbacher, Juliane und Ernst Böhm, Monika und Jakob Kick sowie Anneliese und Michael Argauer. Ihre Diamantene Hochzeit nach 60 Ehejahren begingen Isolde und Richard Gössl sowie Margareta und Hans Kick.

Das seltene Jubiläum der Eisernen Hochzeit dürfen nach 65 Jahren Juliane und Emil Fröhlich aus Oberwildenau feiern, die beide noch recht rüstig sind. Auf die Frage, was denn das Geheimrezept für eine so lange, glückliche Ehe sei, antwortete Emil Fröhlich: „Jeder muss halt ein wenig zurückstecken und möglichst alles gemeinsam machen!“

Im Lauf des kurzweiligen Abends sorgten Erika und Peter Messer noch mit einem lustigen Sketch über eine Hochzeitsreise nach Bibione für große Erheiterung und ernteten für die gekonnte Darbietung donnernden Applaus.

In gemütlicher Runde klang die Ehejubiläumsfeier am späten Abend aus.

Fulda beeindruckt mit Barock, Kirchen und Blumen

54 Teilnehmer bei Pfarrausflug begeistert von der Stadt

Luhe/Neudorf/Oberwildenau. Der Pfarrausflug 2019, den Pfarrer Arnold Pirner und Rita Gleißner organisiert hatten, führte in die Barock- und Bischofsstadt Fulda. Als der Bus um 6 Uhr startete, regnete es noch, doch bereits nach einer Stunde Fahrt hellte sich der Himmel auf. Pfarrer Pirner spendete den Reisesegen und betete mit den 54 Teilnehmern/-innen im Bus eine Andacht zum heiligen Bonifatius. Bei der Ankunft in Fulda herrschte dann bereits bestes Wetter zur Erkundung der Stadt.
Ausgangspunkt war der Dom, das Wahrzeichen der Stadt, die fast genau in der Mitte Deutschlands liegt.
Im Mittelalter erlangte Fulda Berühmtheit durch das bedeutende Kloster, das im Jahr 744 auf Anstoß des heiligen Bonifatius dort gegründet wurde. Es war direkt dem Papst unterstellt.
Der heilige Bonifatius, um den sich in Fulda vieles dreht, gilt als „Apostel der Deutschen“. Er wurde 672 in England geboren und auf den Namen Winfried getauft. Nach seiner Ausbildung in den Klosterschulen von Exeter und Nursling wurde er Benediktiner-Mönch, Priester und Lehrer. Im Jahr 719 beauftragte ihn Papst Gregor II. mit der Germanenmission und gab ihm den Ehrennamen „Bonifatius“ (= Wohltäter). 722 weihte ihn der Papst zum Missionsbischof. Bonifatius begann, die Kirche in Germanien zu ordnen. Er zerstörte heidnische Heiligtümer, zum Beispiel die Donar-Eiche in Geismar bei Fritzlar, und gründete zahlreiche Kirchen und Klöster sowie die Bistümer Passau, Salzburg, Freising, Regensburg, Würzburg, Erfurt und Eichstätt.
Im Alter von 85 Jahren unternahm Bonifatius seine letzte Missionsreise nach Friesland. Dort wurde er am 5. Juni 754 mit 52 Gefährten erschlagen. Seine sterblichen Überreste wurden in der Krypta des Fuldaer Doms beigesetzt. Er wird stets mit einem Beil dargestellt, das an das Fällen der Donar-Eiche erinnert, und mit einem Evangelienbuch, das von einem Schwert durchstoßen ist. Der Legende nach soll er es bei seiner Ermordung zum Schutz über seinen Kopf gehalten haben. So ist Bonifatius auch auf dem Altar in der Krypta des Doms zu sehen.
In der Barockzeit wurde Fulda von Fürstbischöfen regiert. Sie ernannten im Jahr 1700 Johann Dientzenhofer zum Stiftsbaumeister mit der Absicht, Fulda im Stil des Barock umzugestalten. Er erhielt den Auftrag, an der Stelle der romanischen Ratgar-Basilika den heutigen Dom St. Salvator und ein barockes Stadtschloss zu erbauen.
Diese Bauwerke prägen bis heute das Bild der Barockstadt, die die Teilnehmer bei einem zweistündigen Rundgang kennenlernten.
Aufgeteilt in 3 Gruppen erkundete man zunächst den imposanten Dom St. Salvator mit der Krypta, in der das Grab des heiligen Bonifatius besonders verehrt wird. Der weitere Rundgang führte durch das Barockviertel mit der Alten Wache, dem Bonifatius-Denkmal und zum Hof des Stadtschlosses. Überall beeindruckten nicht nur die herrlichen Bauten, sondern vor allem auch die vielen Blumen, die Plätze, Brunnen und Balustraden schmücken. Man fühlte sich fast wie auf einer Gartenschau, zum Beispiel im Dahliengarten, wo man viele verschiedene Dahliensorten in herrlichen Farben und in voller Blüte bewundern konnte.
Nach dem Rundgang durch das Barockviertel besuchte die Gruppe ein Orgelkonzert im Dom, bei dem man die beeindruckende Architektur und die herrliche Musik so richtig genießen konnte.

Das Mittagessen wurde im Wirtshaus „Schwarzer Hahn“ in der Fußgängerzone eingenommen. Anschließend hatten alle Zeit, bei einem kleinen Bummel durch die romantischen Gassen zu flanieren und dabei zum Beispiel herrliche Fachwerkhäuser wie das Alte Rathaus und wunderbare Blumenarrangements zu entdecken.

Am Nachmittag besichtigte man zuerst gemeinsam die romanische Michaelskirche gegenüber des Doms. Errichtet im Jahr 819 gilt sie als einer der ältesten mittelalterlichen Sakralbauten in Deutschland und ist der Grabeskirche in Jerusalem nachempfunden. Der Innenraum wird von einer Rotunde mit 8 Säulen dominiert. Beeindruckend war auch der Besuch der Krypta, die von einer einzigen Säule getragen wird.

Den Abschluss der Stadtführung bildete ein Spaziergang durch den weitläufigen Schlosspark mit herrlichen Blumenrabatten.
Auf der Rückfahrt kehrte man in Hammelburg zum Abendessen ein, wo die Abendsonne die Weinberge zum Leuchten brachte.
Mit vielen schönen Eindrücken kehrten die Teilnehmer um 22 Uhr nach Hause zurück.

Alle Menschen brauchen Trost

Pfarrei Luhe feiert Schutzengelfest

Luhe. (rgl) Bei herrlichem Spätsommerwetter feierte die Pfarrei St. Martin am vergangenen Sonntag das Schutzengelfest. Die Vereine der Seelsorgegemeinschaft zogen mit ihren Fahnen, angeführt von der Blaskapelle Oberwildenau, zur festlich geschmückten Pfarrkirche. Der Kirchenchor St. Martin unter der Leitung von Ulrike Schwab gestaltete den Festgottesdienst mit der Herz-Jesu-Festmesse. Außerdem erklangen „Gott hat seinen Engeln befohlen“ und „Ave Maria“.
Pfarrer Arnold Pirner hieß alle Mitfeiernden willkommen, besonders Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer mit den Markträten, die Mitglieder der Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen aus Luhe, Neudorf und Oberwildenau sowie die Vereine der Seelsorgegemeinschaft.
Er freute sich besonders, dass er einen Weihekurskollegen als Festprediger in Luhe begrüßen konnte.
Pfarrer Gregor Mahr ist seit vielen Jahren in München im Klinikum Harlaching als Krankenhausseelsorger tätig. Ausgehend vom Luher Gnadenbild „Maria Trost“ stellte er das Thema „Trost“ in den Mittelpunkt seiner beeindruckenden Predigt. „Wir Menschen alle, gleich wer wir sind, brauchen in unserem Leben Trost. Doch was ist das eigentlich – Trost?
Eine mögliche Antwort lautet: Die Zuwendung Gottes zu uns Menschen“, so der Prediger.
Schon am Anfang der Geschichte Gottes mit den Menschen werde dies deutlich. Jahwe nenne dem Mose seine Beweggründe, warum er zu seinem Volk hinabgestiegen sei: Weil er das Elend seines Volkes gesehen, seine laute Klage gehört und sein Leid gekannt habe. „Darum ist Gott bei seinem Volk und bei uns Menschen, und es findet seine Fortsetzung in Jesus von Nazareth, der sich auch jedem Menschen zugewandt hat, der in Not war und Trost brauchte“, so Pfarrer Gregor Mahr.
Nach dem Gottesdienst zogen die Gläubigen in einer feierlichen Sakramentsprozession betend über den Marktplatz und empfingen zum Abschluss den eucharistischen Segen in der Pfarrkirche.
Anschließend marschierten die Vereine mit der Blasmusik zum Pfarrheim, wo der Pfarrgemeinderat zum Frühschoppen einlud. Wegen des herrlichen Wetters waren Tische und Bänke schon am Vortag auf der Terrasse aufgebaut worden. Dort ließen sich die zahlreichen Gäste erfrischende Getränke, Weißwürste und Brezen schmecken und genossen den sonnigen Vormittag in gemütlicher Runde. Gegen Mittag klang die weltliche Feier des Schutzengelfestes aus.

Kinderkirche unter freiem Himmel –

Pfarrer Pirner segnet Fahrräder und Bobbycars

Luhe (rgl). Die „Kinderkirche“ für Eltern mit Kleinkindern von 1 bis 6 Jahren erfreut sich in Luhe seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Auch Omas und Opas kommen gerne mit, um mit ihren Enkelkindern zu beten und zu singen.
Im Sommer ist es jedes Jahr etwas Besonderes, wenn die Kinderkirche auf der Wiese vor der St.-Nikolaus-Kirche im Freien gefeiert wird. So kamen auch am vergangenen Dienstag bei günstiger Witterung viele Eltern, Großeltern und Kleinkinder zum Koppelberg. Die Buben und Mädchen hatten ihre Fahrzeuge wie Roller, Laufräder, Fahrräder, Bobbycars oder Bulldogs mitgebracht.
Das Kinderkirchen-Team mit Rita Gleißner, Manuela Kellermann, Laura Müller und Gisela Schulze hatte für die Feier ein Rollenspiel zur Legende des heiligen Christophorus vorbereitet, bei dem die Kinder den Heiligen kennenlernten, der als Schutzpatron aller Reisenden und Verkehrsteilnehmer verehrt wird. In der Mitte des Platzes lag ein großes blaues Tuch; es stellte den reißenden Fluss dar, über den „Phorus“ – so hieß er ursprünglich -  die Menschen trug, als er auf der Suche nach dem mächtigsten Herrn der Welt war. Dabei begegnete ihm eines Tages Christus in der Gestalt eines kleinen Kindes, das auf seinen Schultern so schwer wurde, dass er es kaum noch tragen konnte. So wurde aus „Phorus“ der „Christo-Phorus“, der Christus-Träger. Dies konnten die Kinder im Spiel miter-leben.
In den Fürbitten beteten einige Eltern um Gottes Schutz in den Gefahren des
Straßenverkehrs, besonders für alle Kinder.
Anschließend gingen alle Kinder zu ihren Fahrzeugen, die sie vor der Nikolaus-Kirche aufgestellt hatten. Pfarrer Arnold Pirner sprach ein Gebet und segnete die Kleinen und ihre Räder, Roller und Bobbycars. Jedes Kind erhielt zur Erin-nerung einen Aufkleber mit dem Bild des heiligen Christophorus und der Auf-schrift „Komm gut heim“.
Beim abschließenden Lied „Pass auf, kleines Auge“ klatschen und sangen die Kinder wie immer begeistert mit. Dann ließen sich alle auf ihren mitgebrachten Decker nieder und genossen die Brotzeit beim gemeinsamen Picknick.