Ministrantenwallfahrt 2019 nach Rom

Ganz nah bei Papst Franziskus

Beeindruckende Ministrantenwallfahrt nach Rom

Luhe/Neudorf/Oberwildenau (rgl). Unvergessliche Tage erlebten 40 Ministranten der Seelsorgegemeinschaft bei ihrer Wallfahrt nach Rom in der Osterwoche. Pfarrer Arnold Pirner und Rita Gleißner hatten die Reise mit viel Erfahrung und Umsicht organisiert und führten die Gruppe in der Ewigen Stadt auch selber zu den Hauptkirchen und den schönsten und wichtigsten Plätzen. Begleitet und betreut wurden die Minis außerdem von Georg Hirsch, Diana Held, Albert Baumann, Martina Reisnecker, Silvia Ippisch und Alexandra Voit.
Nach einer langen Busfahrt und der glücklichen Ankunft in Rom am Dienstag der Osterwoche stand für die Minis gleich am ersten Tag der Höhepunkt schlechthin auf dem Programm: Die Begegnung mit Papst Franziskus bei der Generalaudienz am Petersplatz. Das frühe Aufstehen lohnte sich, denn die Minis eroberten sehr gute Plätze, an denen der Heilige Vater mit seinem Papamobil gleich zwei Mal ganz nah vorbeifuhr, bevor die Audienz begann, bei der die Gruppe auch namentlich als „Ministrantengruppe aus Luhe-Wildenau“ begrüßt wurde.
Der Petersplatz war mit tausenden von Gläubigen aus aller Welt gefüllt; mitten drin die Minis, gut erkennbar mit ihren grünen Pilgertüchern, die schon von weitem ins Auge stachen und dazu beitrugen, dass niemand aus der großen Gruppe in den Menschenmassen verloren ging. Ein einmaliges Erlebnis, Teil dieser großen Menge von Gläubigen aus der ganzen Weltkirche zu sein, gemeinsam zu beten und den Segen des Heiligen Vaters zu empfangen!
Anschließend ging es weiter zum Aventin. Dort konnten die Minis zuerst einen Blick auf den aus der Antike berühmten Circus Maximus werfen und dann nach einem kurzen Fußmarsch auf der Aussichtsterrasse im Orangenpark einen tollen Panoramablick über Rom genießen. Dort schmeckte die Brotzeit mit Wurst aus der Heimat umso besser. Am Nachmittag besuchte die Gruppe zuerst die Basilika St. Paul vor den Mauern und betete am Grab des Völkerapostels Paulus. Alle waren beeindruckt von den Ausmaßen der Basilika, dem goldenen Mosaik in der Apsis und den berühmten Papstmedaillons. Stille Augenblicke konnte man im prächtigen Kreuzgang genießen, der noch original erhalten ist.
Danach ging es weiter zur Domitilla-Katakombe, wo Pfarrer Arnold Pirner nach der Führung durch die mehrstöckige Begräbnisstätte in der unterirdischen Basilika einen österlichen Gottesdienst mit seinen Minis und den Betreuern feierte.
Nach dem Abendessen im Hotel stand mit „Rom bei Nacht“ noch ein Höhepunkt auf dem Programm. Die Gruppe besuchte die Spanische Treppe und den Trevibrunnen, wo die Minis in die besondere Atmosphäre im Schein der Lichter eintauchen und sich unter die vielen Touristen mischen konnten.
Am nächsten Tag stand am Vormittag eine Führung im Petersdom auf dem Programm. Die Fahrt mit der Metro war ein Erlebnis. Dann galt es zunächst, sich in die schier endlose Warteschlange auf dem Petersplatz einzureihen, wozu viel Stehvermögen nötig war. Nach einer Stunde Anstehen gelangte man schließlich nach dem Sicherheitscheck in die größte und prunkvollste Kirche der Welt, die über dem Grab des Apostels Petrus erbaut wurde. Ausgerüstet mit Head-Sets erkundeten die Minis mit einer Führerin den Petersdom mit seinen vielen Kunstschätzen. Aufgrund des großen Andrangs war es gar nicht so leicht, dabei die eigene Gruppe nicht zu verlieren. Natürlich versäumten es die Minis dabei nicht, den Fuß der Petrus-Statue zu berühren. Sie bewunderten die Pieta von Michelangelo und beteten an den Gräbern von Papst Johannes Paul II. und Papst Johannes XXIII. Anschließend besuchte die Gruppe noch die Papstgräber unter dem Petersdom. Der Aufstieg zur Kuppel fiel aufgrund des zu großen Andrangs von Pilgern aus.

Dafür marschierte die Gruppe zu Fuß zur Altstadt und stärkte sich erst einmal mit Pizzaschnitten frisch aus dem Ofen für neue Taten. Am Nachmittag entdeckten die Minis zwei der schönsten Plätze Roms, die Piazza Navona mit dem Vier-Ströme-Brunnen und die Piazza Rotonda rund um das antike Pantheon. Sie bewunderten den Elefantenobelisk von Michelangelo und besuchten die herrlich ruhige Kirche S. Maria sopra Minerva, wo man in andächtiger Atmosphäre sogar gemeinsam singen und beten konnte.
Das nächste Highlight war ein großes Eis in der berühmten Gelateria Giolitti, das sich die Buben und Mädchen nach den Strapazen des Tages redlich verdient hatten, bevor es am Parlament auf der Piazza Colonna vorbei nochmals zum Trevibrunnen ging, den die Minis nun auch noch im Tageslicht bewundern konnten. Vorbei an der Päpstlichen Universität Gregoriana, wo Pfarrer Pirner ein Jahr studiert hatte, gelangte man zur Piazza Venezia und von dort ging es mit dem Bus ins Hotel.
Am Freitag besuchten die Minis am Vormittag die Lateranbasilika und waren von den riesigen Apostelstatuen, dem herrlichen Cosmaten-Fußboden, der prächtigen Kassettendecke und dem herrlichen Kreuzgang überwältigt. Sie erfuhren, dass die Päpste im Lateran ihre Residenz hatten, bevor sie im 16. Jahrhundert nach dem Neubau des Petersdoms in den Vatikan übersiedelten. Besonders beeindruckend war das Beten auf der Heiligen Stiege, die man nur auf den Knien erklimmen darf. Es handelt sich dabei um die Treppe aus dem Palast von Pontius Pilatus, die Kaiserin Helena einst von Jerusalem nach Rom bringen ließ. Der Legende nach schritt Jesus nach seiner Geißelung über diese Treppe. Nicht fehlen durfte auch die Besichtigung des oktogonalen Baptisteriums neben dem Lateranpalast
Auf der Via Merulana stärkten sich die Minis bei einer Straßenpizza und marschierten dann weiter zur Basilika S. Maria Maggiore, der schönsten und bedeutendsten Marienkirche Roms. Dort ist unter dem Hauptaltar ein Stück Holz aus der Krippe Jesu in Betlehem zur Verehrung ausgestellt. Die prächtige Decke wurde mit dem ersten Gold verkleidet, das Kolumbus aus Amerika mitgebracht hatte. Die Goldmosaiken in der Apsis zeigen die Krönung Mariens durch Jesus im Himmel.
Am Nachmittag stand das antike Rom auf dem Programm. Die Minis waren fasziniert vom Kolosseum, dem Konstantinsbogen und den Ruinen des Forum Romanum. Abschließend gelangte man zum Kapitol, der Wiege Roms, mit dem herrlichen Platz, der von Michelangelo gestaltet wurde. Nach dem Abstieg zur Piazza Venezia mit dem imposanten Vaterlandsdenkmal, von den Römern „Schreibmaschine“ genannt, ging es mit Bus und Metro zurück zum Hotel.
Am frühen Samstagmorgen hieß es „Ciao Roma“.  Nach einer staufreien Rückreise kehrten die Minis und ihre Betreuer am späten Abend mit vielen unvergesslichen Eindrücken von ihrer Wallfahrt zurück.

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