Engel als „Streetworker“ Gottes –

Pfarrei Luhe feiert des Schutzengelfest

Mit einem beeindruckenden Festgottesdienst und einer feierlichen Sakramentsprozession beging die Pfarrei St. Martin Luhe am vergangenen Sonntag das traditionelle Schutzengelfest.

Luhe (rgl). Pfarrer Arnold Pirner hieß alle Gläubigen herzlich willkommen, darunter zweite Bürgermeisterin Sigrid Ziegler und einige Markträte, sowie die Vereine der Seelsorgegemeinschaft, die mit ihren Fahnen gekommen waren.

Der Gottesdienst wurde von Gertraud Feiner und Rita Gleißner musikalisch gestaltet.

„Engel sind so etwas wie „Streetworker Gottes“, die den Menschen nahe sind in ihren Nöten“, stellte Festprediger Direktor Gerhard Pöpperl, Leiter der Diözesanstelle Berufungspastoral aus Regensburg, fest. Laut einer Forsa-Umfrage glaubten zwei Drittel der Menschen an Engel. Dahinter stehe das Grundbedürfnis nach Sicherheit. Menschen wollten in Freiheit ihre Wege gehen, sich dabei aber geborgen fühlen durch den Schutz der Engel.

Viele hätten persönliche Erfahrungen mit Schutzengeln in den Gefahren des Lebens.

In der Bibel – so Direktor Gerhard Pöpperl – sei ganz selbstverständlich von Engeln die Rede, ebenso wie von Dämonen. Während Engel dienen und helfen wollten und die Freiheit des Menschen achteten, strebten Dämonen danach, immer mehr und größer zu sein und machten besessen.

Engel könne man nicht nur in glücklichen Zufällen begegnen, sondern auch in Menschen durch gute Worte, Ratschläge oder praktische Hilfe.

Der Mensch stehe jeden Tag vor der Entscheidung: Will ich der Größte sein oder will ich anderen dienen?

Es komme darauf an, sich für das Wirken Gottes zur Verfügung zu stellen, so wie die Engel oder die Gottesmutter Maria. Sie könne Vorbild sein, wenn man sich als Christ auf den Weg des Dienens und der Liebe mache.

Nach dem Festgottesdienst zogen die Gläubigen in einer feierlichen Sakramentsprozession über den Marktplatz; sie endete mit dem eucharistischen Segen am Kirchplatz. Anschließend lud der Pfarrgemeinderat zum Frühschoppen auf der Terrasse des Pfarrheims ein.